Hildebrand’sche Untere Mühle
Foto von 1880

Bereits das Kloster Lorsch erkannte um die Jahrtausendwende, dass am Standort der heutigen Hildebrand'schen Unteren Mühle die besten Voraussetzungen für die Errichtung einer Mühle gegeben waren. Die Mühle war im Besitz der Familie Hildebrand von 1845 bis 1990. Kommerzienrat Georg Hildebrand nutzte in der Gründerzeit die rasante technische Entwicklung, insbesondere die Dampfkraft, bei der Umsetzung seiner großen Ziele. Zunächst wollte er eine Talsperre mit einer 27 m hohen Staumauer an der Mühle errichten, deren Stauwurzel den Ortseingang Birkenau erreicht hätte (Turbinenleistung 600 PS). Doch dieses Vorhaben wurde aufgegeben, da die Turbinenleistung für eine Großmühle zu gering war. Er entschied sich für den Standort Mannheim am Rhein und errichtete dort die moderne Hildebrand- Großmühle, die 1907 in Betrieb ging. Mit den zwei Francis-Spiral- Turbinen (150 PS, Baujahr 1908), wird heute noch für 150 Haushaltungen Strom erzeugt bei 6 m nutzbarem Gefälle. (www.test-ag.de)